Mit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende November 2022 entstand ein regelrechter Hype um den KI-Chatbot, der auch bis heute noch anhält. Ob im beruflichen oder privaten Umfeld: ChatGPT sorgt immer wieder für neuen Gesprächsstoff. Auf grenzenlos begeisterte Zeitgenossen (“Wow, kaum möglich, was das Teil alles kann.”) trifft man dabei ebenso wie auf notorische Zweifler (“Wo soll das alles hinführen?”). Nach dreimonatiger Testphase ordnen wir mit diesem Artikel ein, wo die künstliche Intelligenz von Open AI eine echte Hilfe sein kann und wo auch in Zukunft menschliche Expertise überlegen sein wird.
ChatGPT ist eine auf künstlicher Intelligenz basierende Online Chat-Software, mit der man interagieren kann wie mit einem Menschen in einem echten Chat. Nutzer können dabei Fragen stellen, um Informationen zu einem beliebigen Thema zu erhalten, Texte erstellen, zusammenfassen oder umschreiben lassen, Code in verschiedenen Programmiersprachen generieren und noch vieles mehr.
Fragen wir den Chatbot doch direkt selbst.

In dieser Konversation werden bereits zwei Stärken von ChatGPT deutlich:
Hinter ChatGPT steckt das 2015 gegründete gemeinnützige Forschungsprojekt Open AI Inc., zu dessen initialen Geldgebern einige Vertreter der “Silicon-Valley-Prominenz” zählen, wie Elon Musk, Peter Thiel, Sam Altman, Reid Hoffman und weitere. (Elon Musk hat mittlerweile die Leitung von Open AI verlassen, um Interessenkonflikte mit seinem ebenfalls im Bereich der künstlichen Intelligenz agierenden Unternehmen Tesla zu vermeiden.)
Das Non-Profit-Mutterunternehmen Open AI Inc. kontrolliert die gewinnorientierte Tochtergesellschaft Open AI LP, in die Microsoft 2019 eine Milliarde USD investierte, gefolgt von einem Investment von weiteren 10 Milliarden USD im aktuellen Jahr, wie kürzlich bekannt wurde. (Zur Einordnung: Der Jahresumsatz von Microsoft betrug im Geschäftsjahr 2022 knapp 200 Milliarden USD.)
Microsoft hat sich dabei von Anfang an das vertragliche Recht zugesichert, die Technologie von ChatGPT bzw. von OpenAI auch in seinen eigenen Produkten nutzen zu können. Konkret wurde sehr schnell klar, dass Microsoft daran arbeitet, den Chatbot in irgendeiner Form in seine Suchmaschine Bing zu integrieren.
Bereits Anfang Februar hat Microsoft nun eine neue Version von Bing veröffentlicht, wie auf dem folgenden Screenshot zu sehen ist. Dabei kann man bereits einen Chat-Modus nutzen, jedoch scheint die Funktionalität zum aktuellen Zeitpunkt noch stark eingeschränkt zu sein, im Vergleich zum Chatbot auf openai.com.

Google arbeitet ebenfalls schon seit Jahren an KI-Projekten. Kurz nach der Veröffentlichung von ChatGPT wurde bei Google offiziell der Code Red ausgerufen. Da der Suchmaschine-Gigant befürchtet, Marktanteile an Microsoft zu verlieren, will man nun schnell reagieren und die KI-Projekte zügiger vorantreiben. So hat Google bereits seinen eigenen Chatbot namens “Bard” vorgestellt, der jedoch bei der Produktpräsentation die ein oder andere peinliche Falschinformation von sich gab.
Jedoch warnt auch OpenAI selbst davor, dass die Informationen von ChatGPT fehlerhaft sein können. Für einen Newcomer wie OpenAI mag das nicht weiter bedenklich sein; klar aber ist, dass für Unternehmen wie Google oder Microsoft der gute Ruf auf dem Spiel steht und ein Chatbot, der teilweise Falschinformationen verbreitet, die Gefahr eines grossen Reputationsverlustes bedeuten kann.

Einige der Stärken und Schwächen von ChatGPT wurden in diesem Artikel bereits angesprochen. Der kontextuelle Bezug in der Konversation ist sicher eine der Hauptstärken, ebenso wie die nahezu perfekte Sprache und der enorm grosse Umfang an Wissen.
Die künstliche Intelligenz kann dabei jedoch nur das Wissen wiedergeben, mit dem sie gefüttert wurde. Selbst nachdenken, Argumente abwägen und eine einzigartige Sichtweise auf Dinge entwickeln, bleibt auch in Zukunft grösstenteils den menschlichen Fähigkeiten vorbehalten.
Sicherlich ist der Einsatz und Nutzen von ChatGPT stark abhängig von den konkreten Anforderungen. Nach dreimonatiger Testphase in unserer Agentur können wir jedoch bereits jetzt festhalten, dass es sehr viele individuelle Aufgaben gibt, die man mithilfe von ChatGPT deutlich effizienter und besser erledigen kann.
Die eigene Expertise und Erfahrung ersetzen kann die künstliche Intelligenz jedoch nicht vollständig. Das gilt sowohl beim Texten, beim Programmieren oder bei der Entscheidungsfindung in Spezialgebieten. Ausserdem sollten die Antworten kritisch hinterfragt werden, mit dem Wissen, dass der Chatbot auch fehlerhafte Informationen mit der grössten Selbstsicherheit von sich gibt.
Stärken | Schwächen |
---|---|
Enorm grosses Wissen | Teilweise fehlerhafte Informationen möglich |
Sprachliche Fähigkeiten und Ausdrucksform | Wissen nicht tagesaktuell |
Kontext-bezogene Antworten/Konversation | Teilweise viel “Schwafelei”, kommt nicht sofort zum Punkt |
Beherrschung zahlreicher Sprachen | Kein persönlicher Stil |
Beherrschung von sehr vielen Skript- und Programmiersprachen | Keine einzigartige Sichtweise auf Themen |
Die Einsatzmöglichkeiten von ChatGPT sind sehr vielfältig. Abhängig von den eigenen Anforderungen kann die KI im privaten und beruflichen Alltag eine grosse Hilfe sein.
Insbesondere bei der Arbeit kann sie in vielen Fällen die Effizienz steigern, wenngleich Aufgaben in den meisten Fällen nicht komplett abgegeben und per Knopfdruck erledigt werden können. Vielmehr sollte man ChatGPT als eine Art Assistenten sehen, der die eigene Produktivität und Kreativität steigern kann.
Nachfolgend nennen wir einige Beispiele und konkrete Anwendungsfälle.
Bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung von ChatGPT konnte man in den Medien von besorgten Lehrern lesen. ChatGPT kann Rechenaufgaben lösen, Gedichtinterpretationen schreiben, Testfragen beantworten und vieles mehr. Aus den USA wurde von einem Fall berichtet, wo ChatGPT sogar eine Jura-Prüfung an der Universität von Minnesota bestand.
Ob HTML, CSS, PHP, Python, SQL, Java, Javascript, C++… ChatGPT beherrscht alle gängigen Programmier- und Skriptsprachen und kann Code generieren oder Fehler im Code finden und diese korrigieren.
Ganz fehlerfrei ist das Tool dabei jedoch nicht. Insbesondere bei komplexeren Aufgaben braucht es auch hier nach wie vor einen Fachexperten, der die Ergebnisse kontrollieren kann.
Die künstliche Intelligenz von OpenAI beherrscht zudem alle Funktionen und Formeln der gängigen Tabellenkalkulationsprogramme. Gerade bei komplexen und verschachtelten Funktionen kann die Effizienz dabei stark gesteigert werden.
Sehr vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten sich bei allen Aktivitäten rund um das Thema Content Marketing. So kann ChatGPT bspw. bei folgenden Tätigkeiten unterstützen:
Selbstverständlich kann ChatGPT auch ähnlich wie eine Suchmaschine genutzt werden. Es können Fragen gestellt und Informationen zu den verschiedensten Themen eingeholt werden.
Gerade bei diesem Anwendungsfall sollten die Ergebnisse jedoch kritisch hinterfragt werden. Insbesondere bei Themengebieten, die eine tiefere Fachexpertise benötigen, sind die Ergebnisse teilweise nicht verlässlich.
Wer Wert auf den persönlichen Ton legt, wird E-Mails wohl lieber selbst verfassen. Wer es jedoch sehr eilig hat und Standard-Mails verfassen lassen möchte, kann auch hier auf ChatGPT zurückgreifen.
Das Ergebnis kann dabei nach 2-3 Minuten Konversation mit dem Chatbot wie folgt ausschauen:

Die oben genannten Beispiele zeigen nur eine kleine Auswahl an möglichen Einsatzzwecken. Am besten ist es, man testet selbst, wo ChatGPT im Alltag Unterstützung leisten kann. Das gelingt am besten mit einem spielerischen Ansatz, indem man einfach mal schaut, was möglich ist und möglichst viele Fragen an den Chatbot stellt, im Sinne von: “Lieber Chatbot. Ich muss dies und das tun. Kannst Du mir dabei helfen? Welche Informationen benötigst Du von mir, um das beste Ergebnis zu liefern.”
Bleiben Sie dran für weitere Einblicke, die Ihnen helfen werden, Ihr Online Marketing auf die nächste Stufe zu heben.
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