Das Wichtigste in Kürze

  • Vom Link zur Antwort: Suchmaschinen liefern Lösungen zunehmend direkt in den Ergebnissen aus. Sichtbarkeit entsteht heute dadurch, dass Ihre Inhalte als Quelle in diesen KI-Antworten zitiert werden.
  • GEO ergänzt SEO: Generative Engine Optimization ist der neue Standard für die Aufbereitung von Inhalten. Während klassisches SEO für die Indexierung sorgt, stellt GEO sicher, dass Sprachmodelle die Inhalte verstehen und nutzen.
  • Qualität vor Klicks: Durch Zero-Click-Searches sinkt oft der Traffic, während die Markenwahrnehmung steigen kann. Relevante KPIs verschieben sich von reinen Klickzahlen hin zu Erwähnungen und der Zitationsrate.
  • Struktur und Expertise: Maschinen benötigen strukturierte Daten und klare Formate. Gleichzeitig fordern Nutzer und Algorithmen erkennbare menschliche Erfahrung und echte Einblicke.

In kaum einem Jahr hat sich die organische Suche so radikal verändert wie 2025. Google rollte AI-Overviews und den AI-Mode aus, LLM-basierte KI-Tools wie ChatGPT, Perplexity und Gemini gewannen zunehmend Marktanteile und plötzlich standen Marketingspezialisten vor der Frage: Wie bleibt unsere Website überhaupt noch sichtbar, wenn Nutzer Antworten direkt in den Suchergebnissen von Google oder in LLMs wie ChatGPT erhalten? Dieser Rückblick fasst die wichtigsten Daten, Entwicklungen und Handlungsempfehlungen des Jahres 2025 zusammen und zeigt Ihnen, wie Sie Ihre SEO– und GEO-Strategie für 2026 zukunftssicher aufstellen.

Wie KI die Spielregeln der Suche verändert hat

2025 war das Jahr, in dem sich Suche von einer Linkliste zu einer Antwortmaschine entwickelt hat. Nutzer bekommen Lösungen immer häufiger direkt in den SERPs (z. B. über AI Overviews) oder sie stellen ihre Fragen gleich an LLMs wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Das verändert die Spielregeln grundlegend: Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur durch Top-Rankings in den Suchergebnissen, sondern durch Zitierfähigkeit. Es kommt also darauf an, ob Ihre Inhalte als Quelle in KI-Antworten auftauchen.

Für Websites heisst das:

  • Informations-Keywords verlieren tendenziell Klicks, weil die Antwort bereits in den Suchergebnissen geliefert wird.
  • Transaktionale und vergleichende Suchanfragen bleiben klickstärker, weil Nutzer für Auswahl, Preise, Anbieter und Umsetzung Details brauchen.
  • Struktur, E-E-A-T und eindeutige Entitäten werden noch wichtiger, weil KI Inhalte stärker danach auswählt.

Wer 2026 gewinnen will, optimiert nicht mehr nur für Rankings, sondern für Verständnis und Verwertung durch KI:

  • klare Antworten direkt nach Überschriften,
  • saubere HTML-Struktur,
  • Schema Markup,
  • aktuelle Inhalte und vor allem
  • echte Expertise bzw. eigene Insights.

Die Sichtbarkeit Ihrer Marke bleibt bestehen, während sich der Fokus verschiebt: Weg von der Masse der Klicks, hin zu qualitativ hochwertigen Interaktionen.

Google AI Overviews verstehen und nutzen

Eine der wichtigsten Veränderungen in den Google-Suchergebnissen sind die zu Beginn des Jahres neu eingeführten Google AI Overviews. Dabei handelt es sich um zusammengefasste Antworten, die über den klassischen Suchresultaten erscheinen können. Die AI-Overviews basieren auf einem KI Modell aus Googles Gemini Familie und kombinieren Inhalte aus mehreren Quellen. Für Sie als Website-Betreiber ist dabei entscheidend, dass diese Antworten häufig mit Quellenangaben erscheinen. Wenn Ihre Seite als Quelle genannt wird, gewinnen Sie nicht nur Sichtbarkeit, sondern oft auch qualitativ hochwertigeren Traffic, weil der Klick stärker vorqualifiziert ist.

Wie Google Inhalte für AI Overviews zusammenstellt

Bei der Auswahl der Antworten für die AI-Overviews bewertet Google nicht nur die konkrete Suchanfrage bzw. die Keywords, sondern berücksichtigt auch verwandte Teilfragen mit. Technisch wird dieses Vorgehen oft als Query Fan Out beschrieben: Die Suchmaschine erweitert den ursprünglichen Suchintent um verwandte Aspekte, prüft mehrere Dokumente und erzeugt daraus eine verdichtete Antwort.

Seiten, die hier in den Quellenangaben auftauchen, erhalten durchschnittlich 35 % mehr organische Klicks als Seiten, die nicht zitiert werden. Für die Aufnahme in AI Overviews zählen vor allem:

  • Eindeutige Topic-Authority (E-E-A-T-Signale (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness))
  • Klar strukturierte Inhalte (idealerweise mit Schema Markup)
  • Hilfreicher Content mit echtem Mehrwert

Strategien gegen Traffic-Schwund durch Zero-Click-Searches

Ein wachsender Teil der Suchanfragen endet ohne Klick, weil die Antwort direkt in den Suchresultaten angezeigt wird. Diese sogenannten Zero Click Searches steigen, weil AI Overviews, AI Mode, Knowledge Panels, lokale Elemente und Featured Snippets immer mehr Informationsbedürfnisse abdecken. Der Effekt ist messbar: Die Click Through Rate vieler Websites sinkt, selbst wenn Rankings stabil bleiben. Das ist unangenehm, aber nicht automatisch schlecht, wenn Sie Ihre Ziele anpassen.

Neue Sichtbarkeit richtig bewerten

Wenn Ihre Website-Inhalte oder Teile davon in der KI-Suche gelesen werden, ohne dass dabei ein Klick entsteht, verlieren Sie zwar zunächst organischen Traffic, Sie gewinnen aber Reichweite in einem neuen Format. Für viele Unternehmen ist deshalb ein KPI-Wechsel sinnvoll: Statt ausschliesslich Klicks zu zählen, bewerten Sie Erwähnungen, Zitate und die Qualität der verbleibenden Besucher. In vielen Projekten zeigt sich, dass weniger Besuche nicht zwingend weniger Umsatz bedeuten, weil die verbleibenden Nutzer sich bereits tiefer im Funnel befinden, d.h. mit einer höheren Wahrscheinlichkeit konvertieren.

Fokus auf qualifizierte Klicks und Conversion Signale

Analysieren Sie, welche Suchanfragen trotz AI-Overviews weiterhin Klicks bringen. Oft sind das transaktionale und vergleichende Intents, zum Beispiel Produktvergleiche, Anbieter Evaluationsfragen oder konkrete Umsetzungsschritte. Wenn Sie diese Bereiche priorisieren, können Sie den Rückgang bei generischen Informationsanfragen teilweise kompensieren. Zusätzlich lohnt es sich, Landingpages stärker auf Conversion vorzubereiten, damit jeder Besuch mehr Wert erzeugt, etwa durch klare Nutzenargumente, Vertrauenselemente und eine saubere interne Verlinkung zu nächsten Schritten.

GEO (Generative Engine Optimization): Das Pflicht-Update für Ihre Strategie

Mit dem Aufstieg der KI-Suche hat sich spätestens 2025 ein neues Akronym fest im Marketing-Wortschatz etabliert: GEO, oder Generative Engine Optimization. Ursprünglich von Forschern der Universität Princeton im Jahr 2023 definiert, beschreibt GEO die Optimierung von Inhalten speziell für KI-Antwortmaschinen und Large Language Models (LLMs). Während klassische SEO darauf abzielt, eine Seite in einer Liste von Links möglichst weit oben zu platzieren, zielt GEO darauf ab, dass die eigenen Inhalte von der KI «verstanden» und in die generierte Antwort als Fakt oder Zitat integriert werden.

Da KI-Tools und LLMs einen immer grösseren Teil der klassischen Suche ablösen und für Kaufentscheidungen KI-Empfehlungen eine zunehmende Rolle spielen, ist GEO keine optionale Spielerei mehr. Unternehmen, die GEO ignorieren, riskieren, im „AI Dark Funnel“ zu verschwinden und bei ihrer Zielgruppe an Relevanz zu verlieren.

GEO vs. SEO: Zwei Seiten derselben Medaille

Ein häufiges Missverständnis ist, dass GEO das klassische SEO ersetzt. Tatsächlich ergänzen sich beide Disziplinen und funktionieren nach dem Prinzip der Relevanz und Vertrauenswürdigkeit. Analysen zeigen, dass die meisten Seiten, die bei Google weit oben ranken (Top 1–3), auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit in AI Overviews erscheinen. SEO bildet also das Fundament.

Erfolgreiche Brands arbeiten heute mit einer integrierten Strategie: Robustes technisches SEO sorgt dafür, dass die Seite überhaupt im Index und sichtbar ist, während GEO-Massnahmen sicherstellen, dass die Inhalte so strukturiert und aufbereitet sind, dass sie von der KI bevorzugt für Antworten herangezogen werden. Es ist eine Symbiose: Ohne SEO keine Sichtbarkeit im Index, ohne GEO keine Zitation in der KI-Antwort.

Die Unterschiede verstehen

Dennoch gibt es wichtige Unterschiede zwischen SEO und GEO, insb. was Erfolgsmetriken und konkrete Optimierungsmassnahmen betrifft. Traditionelles SEO misst Erfolg in Keyword-Rankings, Klicks, Impressionen und Click-Through-Rates. GEO hingegen konzentriert sich auf die Citation-Rate (Wie oft werde ich zitiert?) und die Mention-Frequency (Wie oft wird meine Marke genannt?).

Ein weiterer Unterschied liegt in der Granularität: SEO bewertet oft eine einzelne „beste“ Seite pro Keyword, um diese auf Platz 1 zu schieben. GEO und LLMs hingegen ziehen Informationen aus mehreren Quellen zusammen, um eine Antwort zu synthetisieren. Das bedeutet, dass nicht nur die eine Landingpage zählt, sondern die gesammelte Informationsdichte Ihrer Domain.

Die Gemeinsamkeiten nutzen

Trotz dieser Unterschiede bauen SEO und GEO auf demselben Fundament auf. Beide Disziplinen belohnen hochwertige, originale Inhalte, starke E-E-A-T-Signale (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) und eine technisch einwandfrei aufgestellte Website. Wenn Sie Ihre SEO-Hausaufgaben erfüllen, sind Sie also auch bestens für GEO vorbereitet.

So wird Ihre Website in der KI-Suche sichtbar (Google, ChatGPT, Perplexity & Co)

Wie sieht die konkrete Umsetzung von GEO nun aus? Der erste Schritt ist die technische Basis: Da KI-Systeme Ihre Inhalte crawlen und verarbeiten müssen, bleibt technische Suchmaschinenoptimierung essenziell.

Danach folgt die inhaltliche Strukturierung. Formate wie FAQ-Seiten, präzise How-To-Anleitungen, klare Definitionen direkt nach Überschriften und Vergleichstabellen werden von LLMs bevorzugt extrahiert, da sie Fakten strukturiert präsentieren.

Der dritte Schritt ist Autorität und Vertrauen: KI-Systeme gewichten Inhalte stärker, wenn klar erkennbar ist, wer dahintersteht und warum man der Quelle glauben sollte. Ergänzen Sie deshalb konsequent Author-Boxen, Unternehmensinfos, Referenzen, Quellenangaben (wo sinnvoll) und halten Sie Inhalte aktuell (Datum/„Zuletzt aktualisiert“).

Viertens braucht es Entitäten & Kontext: Verwenden Sie konsistente Begriffe (Marken, Produkte, Orte, Personen), erklären Sie Abkürzungen und verknüpfen Sie Themen über interne Links so, dass ein nachvollziehbarer Wissenspfad entsteht.

Und fünftens Maschinenlesbare Signale. Strukturierte Daten (Schema.org wie FAQ, HowTo, Article, Product, Review), saubere Überschriften-Hierarchie und sprechende URLs helfen nicht nur Google, sondern auch KI-Tools, Inhalte korrekt zuzuordnen. So erhöhen Sie die Chance, dass Ihre Seite nicht nur in den klassischen SERPs rankt, sondern in Antworten von Google AI Overviews, ChatGPT oder Perplexity als Quelle auftaucht.

Local SEO Update 2025

Auch die lokale Suche bleibt von den KI-Veränderungen nicht unberührt. Im Gegenteil: Features wie Googles «AI Mode» spielen mittlerweile auch für die lokale Suche eine wichtige Rolle. Google Maps-Integrationen, Signale aus dem Unternehmensprofil (ehemals Google My Business) und die Konsistenz der lokalen Entität spielen eine wichtigere Rolle als je zuvor. Ein neuer, oft unterschätzter Faktor ist, dass LLMs Bewertungen und lokale Sentiment-Analysen viel stärker zur Beantwortung von Fragen heranziehen (Bspw.: „Wo gibt es die beste Pizzeria, die auch kinderfreundlich ist?“).

Klassische Local SEO-Massnahmen wie die NAP-Konsistenz (Name, Address, Phone) und das Sammeln von Reviews sind weiterhin relevant, müssen aber nun um KI-spezifische Aspekte erweitert werden, damit Ihr Unternehmen nicht nur gefunden, sondern auch empfohlen wird.

Geo-Signale und lokale Entitäten richtig senden

Die drei Säulen der lokalen Suchmaschinenoptimierung – Relevanz, Distanz und Bekanntheit (Prominence) – sind unverändert wichtig, werden aber durch KI neu interpretiert. Entscheidend ist hierbei die „Entity-Clarity“: Suchmaschinen und LLMs müssen Ihren Business-Namen, Ihre Adresse und Ihre Dienstleistungskategorien eindeutig erkennen können, und zwar konsistent über alle Quellen hinweg (GMB, Branchenverzeichnisse, Ihre Website, Social Media etc.).

Wenn Ihre Unternehmensdaten (NAP) über 10 oder mehr relevante Verzeichnisse und Ihr Google Business Profile hinweg konsistent sind, sendet das ein starkes Vertrauenssignal («Trust Signal») an den Algorithmus. Auf Ihrer Website verstärkt Schema-Markup vom Typ LocalBusiness diese Daten zusätzlich. Achten Sie darauf, dass Fotos, Öffnungszeiten und Kategorisierungen nicht nur aktuell sind, sondern auch detailliert gepflegt werden, da multimodale KIs diese visuellen und textlichen Daten direkt in ihre Antworten einspeisen.

Ihr SEO-GEO Action-Plan für 2026

Theorie ist gut, aber am Ende des Tages kommt es auf die Umsetzung an. Um Ihre Sichtbarkeit in der KI- und klassischen Google-Suche zu sichern, benötigen Sie einen klaren Fahrplan.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Priorisierung nach Business-Impact: Versuchen Sie nicht alles auf einmal, sondern fokussieren Sie sich auf die Hebel mit der grössten Wirkung. Nachfolgend finden Sie einige Tipps mit klaren Handlungsempfehlungen, die Sie in Ihre SEO- und GEO-Strategie integrieren können.

Schreiben Sie für Menschen, strukturieren Sie für Maschinen

Menschen wollen natürliche, hilfreiche und empathische Inhalte lesen. Maschinen (und LLMs) hingegen benötigen klare Strukturen, Semantik und Schema, um Inhalte zu verarbeiten. Die Kunst liegt in der Balance. Konkret bedeutet das für Ihre Texte:

  • Platzieren Sie die Hauptaussage in den ersten 40–60 Worten eines Absatzes (Inverted Pyramid Style).
  • Nutzen Sie H2- und H3-Überschriften als klare Fragen (W-Fragen).
  • Achten Sie auf kurze Absätze von 3–5 Sätzen und verwenden Sie zwischendurch Listen statt Fliesstext für Aufzählungen, da diese von der KI leichter als Fakten extrahiert werden können.
  • Verwenden Sie semantisches HTML und hinterlegen Sie strukturierte Daten.
  • Implementieren Sie FAQ-Abschnitte mit dem entsprechenden FAQ-Schmea.

Das Ergebnis: Google und LLMs können Ihre Inhalte leicht zitieren («snackable content»), während die Lesbarkeit für den Menschen nicht leidet, sondern sogar verbessert wird.

Warum «Information Gain» entscheidend ist

Ein Begriff, den Google in Patenten verwendet und der für GEO entscheidend ist, lautet «Information Gain». Google und KIs messen, ob Ihr Content neue Informationen bietet, die nicht bereits in den anderen Top-10-Ergebnissen vorhanden sind. Wenn Sie nur das, was alle anderen erzählen, «wiederkauen», gibt es für die KI keinen Grund, Sie zu zitieren. LLMs bevorzugen originale, einzigartige «Unique Insights».

Praktische Beispiele für Information Gain sind unter anderem:

  • originale Studien
  • proprietäre Daten aus Ihrem Unternehmen
  • echte Fallstudien Ihrer Kunden oder Experten-Perspektiven, die eine kontroverse oder neue Sichtweise einbringen.

Planen Sie beim Schreiben gezielt neue Informationen ein: Genug, um sich abzuheben, aber nicht so viel, dass Sie den ursprünglichen Nutzer-Intent verfehlen. Dieser Ansatz ist der effektivste Weg, aus der Masse generischer KI- und SEO-Texte herauszustechen.

Human Verification: Warum echte Expertise gewinnt

Ironischerweise führt der Aufstieg der KI dazu, dass «Menschlichkeit» wertvoller wird. Google und LLMs bevorzugen Content, der erkennbar von Menschen mit echter Expertise erstellt wurde. Das erweiterte E-E-A-T-Konzept fordert explizit «Experience». Nutzer (und somit die Algorithmen, die deren Verhalten simulieren) wollen wissen, dass der Autor das Thema nicht nur recherchiert, sondern wirklich erlebt hat.

Deshalb gilt:

  • Machen Sie Ihre Autoren sichtbar!
  • Nutzen Sie detaillierte Autoren-Biografien.
  • Verlinken Sie auf LinkedIn-Profile etc.
  • Integrieren Sie echte Kunden-Testimonials und Case Studies in den Fliesstext.

KI-generierter Content wird von Google zwar nicht per se abgestraft, solange er hilfreich ist, aber rein menschlicher oder zumindest menschlich veredelter Content («Human in the Loop») erhält oft einen Boost in der Vertrauensbewertung. Nutzen Sie KI für Effizienz (Gliederung, Ideen), aber lassen Sie Experten die finale Version schreiben.

Sichtbarkeit in AI Overviews gezielt steigern

Zusammenfassend lassen sich folgende konkrete Massnahmen priorisieren, um die Chance auf eine Citation in AI Overviews zu maximieren:

  • Rankings sichern: Optimieren Sie auf Top-10-Rankings für relevante Long-Tail-Keywords.
  • Schema Markup (strukturierte Daten): Implementieren Sie strukturierte Daten vollumfänglich und fehlerfrei.
  • Formatierung: Nutzen Sie FAQs, Tabellen und Listen für komplexe Daten.
  • Domain Authority: Bauen Sie Backlinks von themenrelevanten Seiten mit hohem Trust auf.
  • Externe Validierung: Generieren Sie Mentions und Zitate auf vertrauenswürdigen Drittseiten (Digital PR).
  • Entity Branding: Etablieren Sie Ihre Marke als klare Entität im Knowledge Graph.
  • Aktualität (Freshness): Aktualisieren Sie die wichtigsten Inhalte regelmässig und machen Sie das Aktualisierungsdatum sichtbar. Studien belegen eindeutig, dass aktuelle Inhalte häufiger in KI-Tools zitiert werden.

Multimodale Inhalte: Text, Bilder und Video kombinieren

Die Zukunft der Suche ist multimodal. LLMs verarbeiten Text, Bilder und Video mittlerweile gleichzeitig. Features wie Google’s Circle-to-Search und die visuelle Suche machen Bilder und Videos zu direkten Einstiegspunkten. Das bedeutet für Ihre Content-Strategie: Reine Textwüsten werden irrelevant.

Optimieren Sie alle Medienformate auf Ihrer Seite:

  • Nutzen Sie hochauflösende, eigene Bilder und versehen Sie diese mit aussagekräftigen Dateinamen und Alt-Texten.
  • Erstellen Sie kurze Prozessvideos oder Tutorials und binden Sie diese mit Transkripten und Timestamps ein.
  • Nutzen Sie Infografiken, um komplexe Zusammenhänge zu visualisieren.

So erhöhen Sie die Chancen deutlich, in multimodalen KI-Antworten aufzutauchen. Häufig werden Bilder oder Video-Snippets prominenter ausgespielt als der dazugehörige Text.

Neue KPIs für Ihre Reports

Wenn weniger Nutzer klicken, verlieren klassische Reports an Aussagekraft, obwohl Ihre Marke vielleicht häufiger gesehen wird als je zuvor. Deshalb sollten Sie 2026 Kennzahlen ergänzen, die KI-Sichtbarkeit abbilden. Dazu zählen Zitate in Overviews, Erwähnungen in KI Antworten, Share of Voice für ein Keyword Set und ein qualitativer Blick auf Sentiment. So erkennen Sie, ob Sie zwar weniger Sessions haben, aber mehr Markenpräsenz und bessere Leads gewinnen.

Messen, was zählt: Citations und Mentions statt nur Klicks

Ein moderner SEO Report kombiniert weiterhin “klassische” SEO-Rankings und Performance Daten (Klicks, Impressionen), ergänzt diese aber um KI-Kennzahlen. Besonders wertvoll ist die Trennung zwischen Erwähnung und Zitat: Eine Erwähnung stärkt Awareness, ein Zitat kann zusätzlich Autorität und Referral Traffic bringen. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Marke oft genannt, aber selten als Quelle verlinkt wird, ist das meist ein Hinweis auf einen Content Gap oder auf fehlende Zitierfähigkeit, etwa weil Aussagen zu allgemein formuliert sind.

KPI Was wird gemessen? Wofür ist es gut?
Citation Rate Anteil der KI Antworten, die Ihre Seite als Quelle zitieren Misst Autorität und Zitierfähigkeit Ihrer Inhalte
Mention Frequency Wie oft Ihre Marke in Antworten genannt wird Misst Markenpräsenz, auch ohne direkten Link
Share of Voice in KI Ihre Citations im Verhältnis zu allen Citations im Keyword Set Vergleich mit Wettbewerbern, Priorisierung von Themen
Mention to Citation Ratio Verhältnis von Nennungen zu Zitaten Erkennt Lücken zwischen Bekanntheit und Content Trust
Sentiment Tonalität, mit der Ihre Marke beschrieben wird Hinweise für Positionierung, Produkt und Reputation

Brand-Visibility: Wie sichtbar ist Ihre Marke in der KI-Suche?

Ein praktischer Ansatz ist ein Brand Visibility Index auf Basis eines festen Query Sets. Sie definieren zum Beispiel 100 hochrelevante Anfragen, die Kaufabsicht oder Evaluation ausdrücken und prüfen regelmässig, ob Ihre Marke in KI Antworten genannt oder zitiert wird. Daraus entsteht ein Score, der sich gut über Monate vergleichen lässt. Wichtig ist, dass Sie Ihre Auswertung segmentieren: Informationsanfragen, Vergleichsanfragen und transaktionale Anfragen verhalten sich oft unterschiedlich.

So setzen Sie 2026 Ziele, die messbar und steuerbar sind

Setzen Sie nicht nur ein vages Ziel wie mehr Traffic. Definieren Sie stattdessen eine messbare Verbesserung Ihrer KI Präsenz, zum Beispiel eine Steigerung des Brand Visibility Scores um einen klaren Prozentpunktwert innerhalb eines Quartals. Leiten Sie daraus konkrete Massnahmen ab, etwa Content Updates in priorisierten Clustern, Ausbau von FAQ Bereichen oder eine gezielte Steigerung der Website-Autorität durch Erwähnungen auf externen Websites.

Fazit:

2025 hat SEO grundlegend verändert: Mit Google AI Overviews, KI-Modus und der wachsenden Nutzung von LLMs entscheidet nicht mehr nur das Ranking über Sichtbarkeit, sondern immer häufiger die Frage, ob Ihre Inhalte in KI-Antworten zitiert oder zumindest erwähnt werden. Zero-Click-Searches drücken zwar die CTR, aber sie sind kein reines Verlustgeschäft, wenn Sie Ihre SEO Ziele anpassen und stärker auf qualifizierte Klicks, Conversion-Signale sowie Mentions & Citations schauen.

Für 2026 ist deshalb eine integrierte SEO- + GEO-Strategie Pflicht:

  • Technisches SEO bleibt das Fundament,
  • GEO sorgt dafür, dass Inhalte maschinenlesbar, zitierfähig und vertrauenswürdig aufbereitet sind (Struktur, Schema, klare Definitionen, Entitäten, Autoren-Transparenz).
  • Wer zudem konsequent auf Information Gain setzt (also echte eigene Daten, Cases und Expertise) erhöht die Chance, aus der Masse generischer Inhalte herauszustechen.

Der Ausblick ist klar: Sichtbarkeit wird multimodal (Text, Bild, Video), und im Reporting braucht man neue KPIs. Wer jetzt Prioritäten nach Business-Impact setzt, Content strukturiert und Autorität aufbaut, bleibt nicht nur in den Google-Suchergebnissen, sondern auch in der KI-Suche präsent und damit im relevanten Entscheidungsfunnel der Zielgruppe.

Die Spielregeln der Suche haben sich geändert. Lassen Sie uns prüfen, ob Ihre Marke in den KI-Antworten stattfindet und wie wir Ihre Strategie für 2026 wetterfest machen.

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